Herzinsuffizienz und Hirnerkrankung sind sich ähnlich
Posted on Februar 8, 2010
Es scheint, dass eine Herzschwäche ähnlich ist wie die Demenzerkrankung des Gehirns, denn auch bei der Herzinsuffizienz lagern sich Eiweißtrümmer und Proteinfragmentklumpen ab. Die geschieht aber im Herzmuskel.
Dies haben Forschungsergebnisse bei einer Studie ergeben, welche an Hunden durchgeführt worden ist. Hierbei ist das Herz künstlich bei einer Operation in Stress versetzt worden. Durch den unregelmäßigen Herzschlag, welcher die Folge des Eingriffs war, haben sich nach der Zeit immer mehr klumpenähnliche Eiweißplaques gebildet.
Die Wissenschaftler haben vergleichbare Ablagerungen auch im menschlichen Herzgewebe bei Menschen, die an Herzinsuffizienz erkrankt waren, gefunden. Wenn sich diese Erkenntnis wirklich bestätigen würde, dann gibt es einen neuen Ansatz, um die Herzschwäche erfolgreich zu behandeln zu können. Die hat Giulio Agnetti, Studienleiter der Johns-Hopkins-Universität von Baltimore.
Die Wissenschaftler haben im Herzgewebe des Hundes drei verschiedene chemische Veränderungen festgestellt, nachdem das Herz durch die Operation nicht mehr die gesunde Leistung erbringen konnte. Diese Veränderungen haben alle das Protein Demin betroffen. Dieses ist auch als Skeletin bekannt, denn es ist für die Stabilisierung der Herzmuskel zuständig. Bei der Modifikation ist es zu einer Anhäufung von Proteinhaufen, welche ähnlich waren wie Klumpen, gekommen. Diese haben sich im Muskel gebildet und ähneln dem Amyloidplaques im Gehirn des Menschen mit Demenz. Nachdem die Herzen der Hunde, welche für die Studie zur Verfügung standen, durch eine weitere OP wieder die volle Leistung erbrachten, haben sich die Ablagerungen des Proteins zurückgebildet.
Forscher haben diese chemische Veränderung auch bei vier Patienten, welche an chronischer Herzinsuffizienz leiden, im Herzgewebe gefunden. Durch die Krankheit kann der Herzmuskel, auf Grund der Beschädigungen, den Körper nicht mehr mit genügend Blut versorgen kann. Eine hohe Erschöpfung, ein vergrößerter Herzmuskel und Atemnot durch Bewegung sind die Hauptsymptome für diese Erkrankung.
Derzeit ist eine Heilung nicht möglich, nur ein Fortschreiten der Krankheit kann derzeit verhindert werden, wenn die Ursachen behandelt werden. Ursachen können Entzündungen, Probleme der Herzkranzgefäße, Blutarmut, ein Herzfehler oder auch Lungenprobleme sein. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass Therapien entwickelt werden können, wenn der Prozess der Entstehung von Herzinsuffizienz bekannt ist. So sei es möglich, Muskelschäden zu beseitigen. Interessant bei der Entdeckung war, dass die Klumpenbildung erst dann entstand, als das Herz künstlich unter starke Belastungen gestellt worden war und damit ein unregelmäßiger Rhythmus ausgelöst worden ist.
Die Forscher bleiben an der Sache dran und kann es kann nur gehofft werden, dass es bald möglich ist, Herzinsuffizienz zu heilen, denn dann ist es den Menschen mit einer Herzschwäche möglich, wieder positiver in die Zukunft zu blicken.
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