Wasser auf dem Mond gefunden

Posted on Februar 8, 2010

Bereits in der vergangenen Woche teilte die Nasa mit, dass man Wasser auf dem Mond gefunden habe. Wie viel, und wo dieses Wasser herkommt, war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt. Wie die Verantwortlichen betonten, waren die Informationen lediglich erste Erkenntnisse aus einer ersten Teilauswertung der bei der jüngsten Mondmission gewonnenen Daten.

Hierbei ist die Rede von dem letzten wissenschaftlichen Experiment der Nasa, für welches bereits am 09.Oktober dieses Jahres durchgeführt wurde. Um neue Erkenntnisse über die Zusammensetzung des Mondgesteins zu gewinnen, aber auch mit der vagen Hoffnung, Wasser auf dem Mond nachweisen zu können, sorgte man für einen kontrollierten und gezielten Absturz einer Raketenstufe in den Mondkrater Cabeus, die bei ihrem 9000km/h schnellen Aufprall eine riesige Staubwolke aus dem Krater aufwirbelte. Genau auf diesen Staub hatten es die Wissenschaftler abgesehen, und deshalb die Raumsonde LCROSS nur vier Minuten später zur Absturzstelle geschickt, wo sie diesen untersuchen und die Daten an die Weltraumforscher übermitteln sollte.

Genau diese Daten wurden nun in den letzten Wochen von den verantwortlichen Wissenschaftlern ausgewertet, wodurch diese zahlreiche neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit der tiefer gelegenen Mondgebiete gewinnen konnten. Gleichzeitig wurde dabei auch das Wasservorkommen nachgewiesen, für welches inzwischen auch eine Menge genannt wird. Immerhin 95 Liter des begehrten Nass´ konnten die Forscher in der Staubwolke nachweisen, was natürlich die Hoffnung darauf, dass noch mehr Wasser auf dem Mond zu finden ist deutlich ansteigen lässt.
Gleichzeitig wird natürlich auch bereits darüber spekuliert, welche Möglichkeiten Mondwasser den Weltraumforschern eröffnen würde. So könnte beispielsweise eine feste Mondstation errichtet werden, deren Besatzung so die Chance hätte, weiter in den Weltraum vorzudringen und von der Erde aus kaum erreichbare Gebiete zu erschließen. Aber auch genauere Erforschungen des Mondes selbst könnten natürlich auf dem Programm der Astronauten stehen.

Bevor es jedoch tatsächlich so weit kommen kann, dass über einen Bau einer solchen Raumstation wirklich nachgedacht werden kann, sind noch zahlreiche weitere Erkundungsmissionen notwendig, die aufklären sollen, wie viel Wasser der Mond tatsächlich beheimatet, und wo es zu finden ist.

Zumindest darüber, wie das Wasser auf den Mond kommt, sind sich die Wissenschaftler hingegen bereits einig. Hierfür machen sie Protonen der kosmischen Strahlung verantwortlich, welche beim Zusammentreffen mit den Sauerstoffmolekülen des Mondgesteins mit diesen zu Wassermolekülen verschmelzen.

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